Richard Strauss
Der Rosenkavalier
Pfalztheater Kaiserslautern
Premiere: 5. Dezember 2026
| Musikalische Leitung | Daniele Squeo |
| Inszenierung | Hendrik Müller |
| Bühne | Marc Weeger |
| Kostüme | Katharina Weißenborn |
| Dramaturgie | Annabelle Köhler |
| Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg | Rachel Nicholls |
| Der Baron Ochs auf Lerchenau | Derrick Ballard |
| Octavian | Florence Losseau |
| Herr von Faninal | Johannes Fritsche |
| Sophie | Harpa Ósk Björnsdóttir |
| Jungfer Marianne Leitmetzerin | Rebecca Blanz |
| Valzacchi | Johannes Hubmer |
| Annina | Slavica Bozic |
| Ein Sänger | Daniel Kim |
| Ein Polizeikommissar | Arkadiusz Jakus |
| Der Haushofmeister der Marschallin | Yan Liu |
| Der Haushofmeister bei Faninal | Alexandru Popescu |
| Ein Notar | Seongbeom Gu |
| Ein Wirt / Ein Tierhändler | Kangchun Seo |
| Eine Modistin | Valerie Gels |
| Drei adelige Waisen |
Myungjin Lee / Seohee Kang / Tamara Jazmín Odón |
| Vier Lakaien der Marschallin |
Taesung Lee / Youngeun Kim / Jaemin Song / Ill-Hoon Choung |
| Vier Kellner | Jung-Baik Seok / Alexandru Popescu / Ralph Jaarsma / Jinsoo Park |
| Ein Hausknecht | Radoslaw Wielgus |
| Leopold | Andreas Neigel |
Komödie für Musik von Hugo von Hofmannsthal
Voll jugendlichem Überschwang liebt der blutjunge Octavian die ältere Marietheres, Gemahlin des Feldmarschalls Werdenberg. Während er seine Gefühle für die große Liebe hält, weiß die reife Frau: in nicht allzu ferner Zeit wird eine Jüngere ihren Platz in Octavians Herzen einnehmen. Als Baron Ochs, ein verarmter, in die Jahre gekommener und wenig feiner Vetter der Fürstin, einen Brautwerber für seine geplante Hochzeit mit der jungen Sophie sucht, schlägt Fürstin Werdenberg Octavian als galanten Kavalier vor. Bei der Rosenübergabe geschieht dann das Unausweichliche: Octavian und Sophie verlieben sich ineinander. Das vereitelt nicht nur Baron Ochs‘ Plan, sich mit der jungen Erbin zu sanieren, sondern beweist ein weiteres Mal den unerbittlichen Lauf der Welt …
In unübertroffener Eleganz verbinden Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss in ihrer „Komödie für Musik“ gedankliche und emotionale Tiefe mit spielerischer Leichtigkeit. Dabei folgen Wort und Musik den feinsten Stimmungswechseln in völliger Symbiose. Zwischen Palais und Beisl ist der Oper nichts Menschliches fremd. So fügen sich die jungen Liebenden, die von der Wucht ihrer Gefühle übermannt werden, und die reife Frau, der die Vergänglichkeit ihres Glücks mehr als bewusst ist, ebenso ins Bild wie der polternde Schürzenjäger, dem mit Übermut und allerlei komödiantischen Tricks am Ende übel mitgespielt wird.
Der Wiener Walzer durchzieht die Oper wie ein roter Faden und verleiht ihr nicht nur ihr typisches Lokalkolorit, sondern wird auch zum Spiegel der vielfältigen Emotionen und Szenerien … als Tanz höfischer Feste, rustikaler Ländler oder elegische Liebesmelodie.